Seenschutz

Gewässer reagieren sehr empfindlich auf Nährstoffeinträge. Zu hohe Einträge von Nitrat und Phosphat können zu einer Eutrophierung und damit zu einem verstärkten Algenwachstum führen. Die Belastung der Oberflächengewässer durch die genannten Nährstoffe ist durch einen Ausbau der Kanalisation und Kläranlagen gesenkt worden. Damit rücken sogenannte diffuse Einträge aus der Landwirtschaft in den Mittelpunkt der Überlegungen.

In den Fokus treten neben den Nährstoffen immer mehr die Gefahren von Keimeinträgen aus organischen Düngemittel, v.a. der Gülle. Neben den Maßnahmen zur Reduzierung von Nährstoffeinträgen (z.B. Zwischenfrüchte mit anschließender Mulchsaat oder Untersaaten) sind Maßnahmen zur Reduzierung des Keimeintrages von großer Bedeutung. Dazu zählen bspw. der optimierte und bedarfsgerechte Einsatz der Gülle. Aktuelle Untersuchungen bestätigen außerdem, dass sich bei mehrere Monate gelagerter Gülle der Keimgehalt reduziert.

Alle angesprochenen Maßnahmen müssen intensiv mit den betroffen Landwirten diskutiert werden, da sie in unterschiedlicher Höhe in den betrieblichen Ablauf eingreifen. Persönliche Beratungstermine, Rundbriefe, Feldbegehungen und Demonstrationsversuche ermöglichen die nachhaltige Umsetzung und Akzeptanz derartiger Maßnahmen.