Vorbildlicher Trinkwasserschutz im Wassereinzugsgebiet Au und Wasserschutzgebiet Mainburg

Die beiden Trinkwassergebiete umfassen zusammen 1.100 Hektar, von denen ein Großteil der Ackerflächen mit Hopfen bestellt wird. Untersaaten haben sich dort nicht nur als Erosionsschutz, sondern auch als Gesundheitspolster für Boden und Anbaukulturen bewährt. Denn die Reste der stickstoffaufnehmenden Pflanzen verbleiben samt ihren Wurzeln in der Erde, sorgen für eine gute Durchwurzelung und tragen zu einem reichen Bodenleben bei. Außerdem dienen sie als wertvoller organischer Dünger. Mit dem gleichen Ziel wird auch der Anbau von Zwischenfrüchten erprobt und gefördert. Bei Feldbegehungen wurden die verschiedenen boden- und wasserschützenden Methoden regelmäßig demonstriert und ihre praktische Umsetzbarkeit gezeigt.

Experimentierfreude ist ungebremst

„Wir freuen uns sehr über das große Interesse und die Bereitschaft unserer Bauern, immer wieder neue Methoden, Pflanzen und Mischungen auszuprobieren“, lobt Matthäus Faltermeier, der Vorsitzende des ZV Hallertau.

Bei den Jahrestreffen wurde die Idee diskutiert,  ein Versuchsfeld mit mehreren Untersaat- oder Zwischenfruchtvarianten anzulegen und traf dort  auf offene Ohren. Auf diese Weise will die Arbeitsgruppe verschiedene Untersaaten bei Hopfen sowie Zwischenfrüchte auf dem Acker testen. Mit dem Ziel einer möglichst ganzjährigen Begrünung sollen zusätzlich zu den schon erprobten abfrierenden Komponenten und Rübsen künftig auch Winterleguminosen gesät werden, die nach dem Mulchen so lange wie möglich die Flächen bedecken.

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